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Ich sage du zu dir. Warum mache ich das?

 

In der deutschen Sprache wird zwischen du und Sie unterschieden.

 

Das Du wird in der Familie und im Freundeskreis verwendet. Das Sie ist typisch für offizielle Situationen. Die deutsche Sprache bietet damit also eine Möglichkeit, Nähe und Distanz auszudrücken.

 

Aber auch Respekt wird mit dem Sie verbunden. Wenn sich zwei Menschen begegnen und eine Person ist deutlich älter als die andere, so darf die ältere Person das Du anbieten. So die Regel.

 

Eine ähnliche Regel gilt auch bei der Arbeit. Menschen, die in der Hierarchie höher stehen, bieten das Du an, nicht umgekehrt. Für manche ist es daher heute noch unhöflich, wenn die jüngere oder höher positionierte Person zuerst duzt oder diesen Vorschlag macht. 

 

Ganz so einfach sind die Regeln jedoch nicht. 

 

In unserer Gesellschaft wird immer offener über persönliche Themen gesprochen. Sicherlich liegt das auch an der Erfahrung mit den sozialen Netzwerken. Wir sind es gewohnt, persönliche Bilder zu posten und die Welt an unseren Erlebnissen teilhaben zu lassen.

 

Das Duzen in einer Firma kann auch bedeuten, dass man keine oder nur sehr flache Hierarchien haben möchte. Junge Startups zum Beispiel duzen in ihren Firmen fast immer. In Werbeagenturen oder im IT-Bereich gehört das Duzen zur Tagesordnung. Traditionelle Firmen siezen jedoch ihre Mitarbeiter und Kunden. 

 

Das Duzen hat auch eine regionale Komponente. Wenn du in den Bergen bist, kannst du ohne Probleme duzen. Wahrscheinlich wären die Leute dort überrascht, wenn du sie siezen würdest.

 

Selbst ich als Muttersprachlerin komme ab und zu in Situationen, in denen ich nicht ganz sicher bin, was am besten passt. Ich lebe zum Beispiel nicht in den Bergen. Wenn ich also in den Bergen Urlaub mache, ist das Duzen dort auch für mich ungewohnt.

 

Dennoch ist für mich Vieles natürlich selbstverständlich, was Nicht-Muttersprachler oft durcheinander bringt. Die Komplexität des Duzens und Siezens bringt Verwirrung mit sich.

 

So wenig Gedanken-Chaos wie möglich.

 

Egal, ob du nur meinen Blog liest oder ob du bei mir dein Deutsch-Training gebucht hast: Ich will, dass du dich wohl fühlst. Ich will, dass du weißt, mit wem du es zu tun hast. Wem du deine Zeit und dein Vertrauen schenkst. Deshalb teile auch ich Persönliches mit dir.

 

 

Hier sieht du mich zum Beispiel gerade in meiner Freizeit. Ich war Rad fahren (das liebe ich) und habe eine kleine Pause an einem Kneipp-Becken gemacht. Das Wasser ist eiskalt, hahaha … :-)))

 

Wir können viel voneinander lernen.

 

Ich lese auch gerne von den persönlichen Erfahrungen anderer und lerne gerne Neues dazu. Toll, wie unterschiedlich Lebenswege sein können. Wie spannend! Nicht nur der direkte Weg ist normal. Es darf Umwege geben, denn der Weg ist das Ziel.

 

Wir sind offener dafür geworden, unkonventionelle Wege zu gehen. Das Internet bietet nahezu unendliche Möglichkeiten des Lernens. Wir sammeln heute nicht nur Wissen, wir wollen auch persönlich wachsen. 

 

 

Hier wachse ich gerade persönlich, indem ich das Kneippen kennenlerne. Die Vertreter der Kneipp-Medizin sagen, dass das kalte Wasser die Blutgefäße stärkt. Außerdem wird viel Wert auf gesundes Essen und ein gut organisiertes Leben gelegt. Sehr nützlich, finde ich. Was denkst du darüber?

 

Dein Deutschlernen ist deine persönliche Geschichte.

 

Du hast dich aus einem persönlichen Grund entschieden, Deutsch zu lernen. Dein Partner oder deine Partnerin spricht Deutsch, du möchtest in Deutschland leben, du brauchst Deutsch für die Arbeit und die Arbeit soll dir Spaß machen. Das sind alles sehr persönliche Gründe, die ganz direkt dein Leben betreffen.

 

Wir lernen am besten, wenn wir Vertrauen haben.

 

In deinem Beruf bist du erfolgreich. Die erfahrene Geschäftsfrau, der gut verdienende Manager. Souverän und sicher. Und jetzt plötzlich wieder Schülerin oder Schüler? Kurse besuchen? Nicht alles perfekt machen?

 

 

Das fühlt sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser. 

 

Ich habe in meinen Deutschkursen schnell gewusst, dass ich als Lehrerin NICHT über meinen Studenten stehen will. Ich möchte kein Lehrer-Schüler-Verhältnis, wie ich es von früher aus der Schule kenne. Der Lehrer oben, die Schüler unten. Der Lehrer ist schlau, die Schüler machen alles falsch. Ich möchte, dass sich alle, die mit mir arbeiten, wohl fühlen. Keine Angst haben. 

 

Es ist egal, ob du Chefin bist oder Angestellter.

 

Du kannst alle Fragen stellen. Fragen und Fehler haben immer einen Hintergrund und sind hilfreich für den nächsten Schritt. Du hast dich entschieden, Deutsch zu lernen. Das ist deine Entscheidung. Du willst das. Deshalb weiß ich, dass du dein Bestes gibst. Das geht manchmal langsamer, als du willst. Vielen ist das peinlich.

 

Angst und Lernen passen nicht zusammen. 

 

Sieh mich als deine Unterstützerin an. Ich habe den Fahrplan und gehe mit dir deinen Weg. Ich zeige dir deine nächsten Schritte. Wir sind Partner auf Augenhöhe. 

 

Ich bin ein Fan von Regeln. Regeln, die das Leben und Lernen einfacher machen. Von einem Lernklima, in dem du dein Tempo gehst und Fragen stellen kannst. Und ich dir den besten Weg beim Deutschlernen zeige.

 

Ich sehe dich als Partner und deshalb duze ich dich.